Zentraler Kindergottesdienst am 30.08.2020 ab 10 Uhr

Einmal im Jahr treffen sich alle Kindergottesdienste und Kirche mit Kindern Gruppen der Lippischen Landeskirche um gemeinsam miteinander den Zentralen Kindergottesdienst miteinander zu feiern. Diesmal feiern wir an unterschiedlichen Orten, aber gemeinsam digital. Schön, dass dies möglich ist. Wir freuen uns, dass Ihr mit dabei seid und würden uns freuen, wenn Ihr uns mitteilt, von wo aus Ihr zugeschaut habt. Vielleicht habt Ihr auch die Spiele ausprobiert? Berichtet uns gerne und schickt eine Mail an kindergottesdienst-lippe@web.de .

Euer Vorstand des Lippischen Landesverbandes für Kindergottesdienst

The World & COVID-19 – Live-Video-Schaltung in Englischer Sprache zu unseren Partnerkirchen

Nach drei vorhergehenden Videokonferenzen mit unseren Partnerkirchen im April und Mai wollen wir nachfragen: Wie geht es den Partnern der Lippischen Landeskirche in Mittelosteuropa, Afrika und Asien jetzt mit der COVID-19-Pandemie?
Dieser live gestreamte Online-Talk findet diesmal in Englisch statt.
Wir werden aber später die zentralen Inhalte zusammenschneiden und mit deutschen Untertiteln versehen veröffentlichen.
Einwahl über evangelippisch.de oder direkt auf dem YouTube-Kanal der Lippischen Landeskirche (https://www.youtube.com/channel/UCrNcpiE4iwKg46NJ7lo96Jw).

Corona und autoritäre politische Tendenzen

Online-Seminar der Lippischen Landeskirche am 3. September

In vielen Ländern weltweit werden zunehmend Regierungskritiker, Indigene und Homosexuell Lebende unter dem Deckmantel von Coronaschutzmaßnahmen verhaftet, verprügelt und bedroht. Das Engagement zivilgesellschaftlicher Akteure wird eingeschränkt.

Führt die Covid-19-Pandemie also weltweit zu einer Verstärkung autoritärer politischer Tendenzen? Christina Meissler (Referentin Schutz der Zivilgesellschaft) und Floretta Kayales (Referentin West- und Zentralafrikareferat, beide Brot für die Welt) informieren in einem Online-Seminar am Donnerstag, 3. September, um 19.30 Uhr. Teilnahme über den YouTube-Kanal der Lippischen Landeskirche oder über www.evangelippisch.de . Eine direkte Beteiligung ist per Chat möglich.

Einwahl über evangelippisch.de oder direkt auf dem YouTube-Kanal der Lippischen Landeskirche (https://www.youtube.com/channel/UCrNcpiE4iwKg46NJ7lo96Jw).

Erster digitaler Frauengottesdienst – am 26. Juni um 17 Uhr

Wunder in wundersamen Zeiten

Zu ihrem ersten Livestream-Gottesdienst lädt die Evangelische Frauenarbeit in Lippe (EFiL) am Freitag, 26. Juni, um 17 Uhr alle Interessierten herzlich ein. Nach drei Monaten Lockdown liegen bei manchen Menschen die Nerven blank. Andere haben gerade in diesen Zeiten den Blick geschärft für die kleinen Wunder des Alltags. Manchmal geht beides in einer Person in schnellem Wechsel hin und her. Beides soll zur Sprache kommen in dem Gottesdienst, den Frauen des EFiL-Leitungskreises in Kooperation mit weiteren Partnerinnen sowie Wolfgang Loest, Social Media Pfarrer der Lippischen Landeskirche, vorbereitet haben. Musikalisch wird er von der Harfenistin Helena Joachim sowie Waltraud Huizing am Klavier begleitet.

Der direkte Link zum Livestream: https://youtu.be/-HJL1fn6ies

Wer nicht bei Youtube angemeldet ist, kann den Livestream trotzdem sehen. Wer sich am Chat beteiligen möchte, kann dies auch mit Nachrichten per SMS und WhatsApp an die Nummer 0152-0351 4477 tun.

Alltagserfahrungen mit Rassismus – Online-Talk am 24. Juni um 20:15 Uhr

Nach der Tötung des US-Amerikaners George Floyd gab es weltweite Proteste gegen Rassismus – auch in Deutschland. Wie sieht es in Lippe aus? Welche Erfahrungen machen zum Beispiel Menschen mit internationaler Geschichte mit Alltagsrassismus? Das fragt Pfarrer Dieter Bökemeier Menschen, deren eigene oder familiäre Wurzeln im Nahen Osten, im Iran, in Korea und auf dem afrikanischen Kontinent liegen.

Der Online-Talk wird am kommenden Mittwoch, 24. Juni live ab 20.15 Uhr auf dem YouTube-Kanal der Lippischen Landeskirche übertragen. Dort können per Chat auch Fragen an die Beteiligten gestellt werden.

Ein aktuelles Video unserer Landeskirche zum gleichen Thema  gibt es hier.

Corona und die Kirchen – Dritter Livestream mit afrikanischen Partnern

Eine Live-Videoschaltung über YouTube mit afrikanischen Partnerkirchen der Lippischen Landeskirche findet am kommenden Mittwoch, dem 27. Mai um 18 Uhr statt. Nach zwei Schaltungen mit Kirchen aus Mittelosteuropa und Indien soll es diesmal eine direkte Verbindung nach Südafrika, Ghana und Togo geben.

In einer gemeinsamen Videokonferenz, die auf YouTube übertragen wird, erzählen die Partner live von der Situation in ihren Ländern und Kirchen. In den drei afrikanischen Ländern ist die Lage durchaus unterschiedlich, aber vor allem die Folgen des jeweiligen Lockdowns beeinträchtigen das öffentliche Leben sehr. Wie gehen die Kirchen damit um und vor welchen Herausforderungen stehen sie? Aus Lippe wird Landessuperintendent Dietmar Arends berichten.

Der Austausch wird ab 18 Uhr live auf dem YouTube-Kanal der Lippischen Landeskirche gestreamt. Er wird ins Deutsche bzw. Englische übersetzt und kann international verfolgt werden kann.

YouTube-Kanal: https://www.youtube.com/channel/UCrNcpiE4iwKg46NJ7lo96Jw

Corona und die Kirchen – Zweiter Livestream mit internationalen Partnern am 5. Mai um 18 Uhr

Zu einer zweiten Live-Videoschaltung mit internationalen Partnern lädt die Lippische Landeskirche am kommenden Dienstag, dem 5. Mai ein. Diesmal werden Vertreter von Partnerkirchen der Lippischen Landeskirche aus Afrika und Mittelosteuropa mit dabei sein.

In einer über YouTube übertragenen Videokonferenz berichten sie live von der Situation in ihren Ländern: Wie ist die Entwicklung der Corona-Pandemie im jeweiligen Land? Wie sehr ist das Leben der Menschen eingeschränkt oder gar bedroht. Und was tun die Kirchen? Außerdem berichtet Landessuperintendent Dietmar Arends aus Lippe und Deutschland.

Der Austausch wird ab 18 Uhr live auf dem YouTube-Kanal der Lippischen Landeskirche gestreamt. Er wird ins Deutsche bzw. Englische übersetzt und kann international verfolgt werden kann.
Hier der direkte Weg zum YouTube-Kanal der Landeskirche: https://www.youtube.com/channel/UCrNcpiE4iwKg46NJ7lo96Jw

Partnerkirchen im Video-Talk und Gebet am verbunden 8.4.20 – 18 Uhr

Wegen der Corona-Pandemie ist das öffentliche Leben in Deutschland massiv eingeschränkt. Selbst Gottesdienste können Zurzeit nur online oder in Radio und Fernsehen stattfinden. Auch andere Länder sind schwer betroffen, das wissen wir aus den Nachrichten. Aber wie genau ist der Alltag dort? Und wie erleben dies unsere Partnerkirchen auf drei Kontinenten?

Am Mittwoch, dem 8. April um 18 Uhr wollen wir in einer Videokonferenz mit Vertreterinnen und Vertretern einiger unserer Partnerkirchen aus Polen, Ungarn, Rumänien, Indien und Westafrika sprechen. Der Austausch wird live auf dem YouTube-Kanal der Lippischen Landeskirche gestreamt. Er wird ins Deutsche bzw. Englische übersetzt, sodass er aus allen diesen Ländern verfolgt werden kann. So lassen wir uns in der Gemeinschaft unserer Partnerkirchen stärken und werden auch online miteinander beten.

Interreligiöses Friedensgebet

Zu einem Friedensgebet der Religionen laden Christen, Muslime, Juden und Eziden am Donnerstag, 26. März um 19 Uhr ein. Wegen der Corona-Situation wird das Gebet ohne Besucher, aber als Live-Stream stattfinden, so dass dennoch viele daran teilnehmen können.

Den Livestream findet ihr am Donnerstag ab 19 Uhr auf dem YouTube-Kanal der Lippischen Landeskirche (←hier klicken)

„Gerade in jetzigen Verunsicherung ist es wichtig, dass wir Religionen zusammenkommen und uns für den gesellschaftlichen Zusammenhalt einsetzen“, sagt Dieter Bökemeier, Pfarrer für Ökumene und Mission der Lippischen Landeskirche. „Wir wenden uns gemeinsam, aber in der jeweils eigenen religiösen Tradition, an Gott, teilen unsere Ängste und bitten um Hoffnung“.
Schon länger war ein Friedensgebet der Religionen aus Anlass der Wochen gegen den Rassismus in Detmold und Lippe geplant. In der Corona-Krise erscheint es den Veranstaltern umso wichtiger, das Vorhaben – wenn auch online – durchzuführen.
Zu dem Friedensgebet laden die jüdische Gemeinde Herford-Detmold, das islamische Kommunikationszentrum Detmold, der kurdische Elternverein Lippe e.V., der katholische Pastoralverbund Detmold und die Lippische Landeskirche ein.

Humor und Glaube / Kirche

CC by 2.0 von Brisbane City CouncilFeeding Platypus … Na, wer weiß, warum der Autor das Schnabeltier als Beitragsbild gewählt hat?

Kompatibel oder Gegensätze? Wo und wann darf man in der Kirche eigentlich lachen? Im Gottesdienst, im Konfi-Unterricht oder doch nur im Keller unterm Gemeindehaus? Das ist eine Frage, die mich schon seit Jahren beschäftigt und der ich in einem Seminar im letzten Semester zumindest teilweise nachgegangen bin. Grade weil ich finde, dass lachen etwas zutiefst menschliches ist und es sich mir nicht erschließt, warum im Glauben kein Platz dafür sein sollte. Deswegen hat es mich sehr gefreut, dass im letzten Semester ein Seminar zum Thema „Humor im Alten Testament“ angeboten wurde. Was aber nicht immer nur zum Lachen war. Klar, es war ja auch ein Seminar an der Universität, also geprägt vom Lesen und Übersetzen hebräischer Texte. Aber es gab noch ein anderes Problem: Woran erkennt man einen Witz, wenn man ihn sieht? Das Ding mit Humor ist, dass er in allen Kulturen unterschiedlich ist und Leute über verschiedene Dinge lachen. Dann herauszufinden, worüber die Leute vor mehr als 2000 Jahren gelacht haben, ist ganz schön schwer. Es gibt nämlich keinerlei Hinweise, wie z.B. „Und David erzählte Goliath einen Witz und er lachte sich tot.“ oder „Jesus saß mit seinen Jüngern am Lagerfeuer bei Brot und Fisch und sie erzählten sich Witze.“ Trotz aller auch kontroversen Diskussionen im Seminar, waren wir uns an einigen Stellen im AT doch recht sicher, dass sie zumindest eine Spur Humor enthalten. Da wäre zum Beispiel David in 1. Samuel 21: Er flieht vor seinem Verfolger Saul in ein anderes Königreich. Als David dort erkannt wird, spielt er verrückt und wird vor den König gebracht: „Hab ich zu wenig Wahnsinnige, dass ihr diesen herbrachtet, bei mir zu toben?“ Ob man es jetzt witzig oder geschmacklos findet, ist zweifellos eine Frage des eigenen (nicht des guten) Geschmacks. Eine weitere Stelle, bei der wir uns relativ einig waren, dass sie zumindest streckenweise nicht ganz ernst gemeint ist, war die Geschichte vom kleinen Propheten Jona: Man kann diese Geschichte nämlich durchaus als eine Propheten-Satire lesen: Jona: -Flieht trotz des direkten Befehls Gottes – Heiden(Schiffsleute) beten, nicht der Prophet selbst -Er schlürt im wahrsten Sinn des Wortes eine Kiste als Podest zum Draufstellen durch eine Weltstadt wie New York-Außerdem quengelt er wie ein Kleinkind, als ihm der Baum als Sonnenschutz weggenommen wird. Am Ende des Seminars war ich also durchaus zufrieden damit, dass man in der Bibel auch auf witzige Stellen stoßen kann, wenn man denn damit rechnet und danach sucht.
Aber damit sollte das Thema für mich noch nicht abgeschlossen sein. Im Sommer gab es dann noch eine Tagung der Heidelberger Akademie der Wissenschaften zum Thema „Humor und das Heilige“. Dabei sollte das Thema aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln beleuchtet werden und nicht nur mit Fokus auf alttestamentlichen Texten. Wie kontrovers das Thema auch in wissenschaftlichen Kreisen ist, zeigte sich dann daran, das einige Professor*innen sich weigerten auch nur an der Tagung teil zu nehmen, geschweige denn einen Vortrag zu halten. Aber auch dort wurde durchaus bestätigt, dass religiöse Texte ironisch, sarkastisch und auch mal witzig sein können. Man denke zum Beispiel an die Szene bei Jesu Gefangennahme, wo sämtliche römischen Soldaten und Schläger der Hohepriester vor Jesus auf die Knie fallen, ihn dann aber doch gefangennehmen. Am Wichtigsten fand ich bei dieser Tagung dann aber die Unterscheidung zwischen herablassendem, verächtlichem Verlachen und geistreichem, humorvollem (durchaus auch mal kritischen) Lachen. Das Lachen ist dabei unverfügbar, wie der Geist an sich auch. Klar kann man es irgendwie provozieren, letztendlich bleibt es aber eine spontane und befreiende, spannungsabbauende Reaktion. Ich glaube, dass es die befreiende und kritische Seite guten Humors ist, die ihn bei (religiösen) Autoritäten so unbeliebt macht. Er lässt sich nicht kontrollieren, entzieht sich jedem Vereinnahmen und weht letztendlich wo er will.*

Genau dieses Lachen hat meiner Meinung nach durchaus seinen Platz in der Kirche und im christlichen Glauben. Im Sinne des Evangeliums hat es einespannungsdurchbrechende Funktion, hinterfragt (althergebrachte) Machtpositionen** und macht pointiert auf Probleme aufmerksam.

*Humor als Geistesgabe?
**Siehe Buch/ Film „Der Name der Rose“

 

von Johannes Büker, Theologiestudent der Lippischen Landeskirche